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Mordsmeeting

Is there a way out of this?
If there is I don’t see it
Can Heaven and Hell coexist?
Not when both battle for dominance

Brush back my tears and he said “girl
We have to soldier on
Yes girl even when we don’t feel strong”
So how many young men have to lay down
Their life and their love of their woman
For some sick promise of a heaven

- Tori Amos, Dark Side of the Sun

Einladung von Frau von Frankenberg am 3. Februar 2011

Um ihren Einstand in der Hansestadt zu feiern, lud die Ventrue Marianne von Frankenberg die Bürger Hamburgs in ihren Konferenzsaal zu einem Umtrunk und Gesprächen. Viele bekannte und auch neue Gesichter folgten der Einladung, darunter der Malkavianer Herr von Wittenbach, die Ventrue Roxane und vermutlich am meisten Interesse weckte der Malkavianer Sysiphos. Was als eine Laudatio an die Stadt Hamburg gedacht war, entwickelte sich unter der gespannten Laune der Ancillae von Browne und von Liliental zu einer Nacht der Entscheidung über Unleben und Vernichtung.

Das brandenburger Findelkind Marius bot alles Erdenkliche an Provokation auf, um sich den Respekt zu verschaffen, den er sich wünschte. Mit Drohgebärden, deutlicher Körpersprache und verweigertem Gehorsam schaukelte sich die Stimmung bei den Älteren auf ein tödliches Niveau. Und während der Vogt noch mit einer Standpauke an ganz anderer Stelle verwarnte, als gleich zu Sanktionen zu greifen, hatte der andere Ancilla für sein Mündel eine endgültige Entscheidung getroffen.

Starr vor Schreck konnte der Saal nur noch zusehen, wie Maximilian von Browne von seinem Traum Abschied nahm, aus einem wilden Tier ein gezähmtes zu machen.

Was blieb, war nur Asche und die Gewissheit, dass der Krieg in Brandenburg in einem hamburger Konferenzsaal endete und ein anderer schon längst begonnen hatte.

Tribut an den Fährmann

Es ist wahr, was die Philosophie sagt, dass das Leben rückwärts verstanden werden muss. Aber darüber vergisst man den andern Satz, dass vorwärts gelebt werden muss.
— Søren Kierkegaard

Einladung des Maximilian Ulysses von Browne am 6. Mai 2011

»Leben, Sterben und alles danach – so könnte man die Phasen unserer Existenz summieren. Wir teilen uns jenes Danach, schreiben gemein­sam unsere Geschichten weiter und sind einander teils liebende, teils grausame Editoren.«

Mit diesen Worten lud der Reichsgraf die Hamburger Gesellschaft und verlangte in seiner Einladung nichts Geringeres als die den letzten sterblichen Tag eines jeden seiner Gäste. Manche Schicksale glichen einander, andere waren grundverschieden, aber es werden nicht wenige dem Gastgeber insgeheim zugestimmt haben, dass man seinen Nächsten aus anderen Augen wahrnehmen konnte, ihm näher gekommen ist. Nah genug, um mit neuem Wissen den nächsten Dolchstoß besser zu platzieren?

Altonaer Attitüden

“Nobis bene, nemini male.”

— Inschrift am Stadttor Altonas

Neujahrsempfang des Senates zu Hamburg am 7. Januar 2011

Nachdem sich im Dezember 2010 ein Gremium aus drei Senatoren ihrer jeweiligen Häuser zusammengefunden hatte, welches die Geschicke der Stadt Hamburg lenken will, wurde das Haus Suspire mit der Ausrichtung des traditionellen Neujahrsempfanges beauftragt.

So konnte deren Senatorin Bürger und Gäste der Stadt im Wu Dao begrüßen, auch ein paar neue Gesichter waren dabei. Allen voran sorgte eine gewisse Cäcilia für Aufsehen, hatte sie doch eigentlich im Sinn so schnell wie möglich den Prinzen zu sehen, was ihr nach einem längeren Disput mit Herrn Engelsmacher dann auch in Aussicht gestellt wurde. Beide schienen einander schon länger zu kennen und der zwischen ihnen bestehende Streit war offensichtlich älter als die meisten Anwesenden.

Doch sollte noch eine tiefere und für die Domäne bedeutsamere Kluft später am Abend offenbar werden. Wie schon zu erwarten war, blieb Sofie von Liliental bei ihrer schon im letzten Jahr deutlich bekundeten Abneigung gegenüber eines Gremiums, das Hamburg regieren sollte. Als der versammelte Senat sich bei der Ernennung von Herrn Fisher zum Vogt als alleinige Vertretung des Prinzen verstand, machte die Prinzregentin Sehesteds ihrem Unmut deutlich Luft.

Ein Wort gab das andere, Stimmen wurden lauter und auch wenn sich keiner zu Handgreiflichkeiten hinreißen ließ, war die Domäne gespalten. Die Konfrontation gipfelte in der Feststellung des Senats, das Prinzregentenamt als Vertretung des Fürsten käme eben gerade nicht zur Anwendung, worauf die Freifrau ohne zu zögern auf ihre Rechte in Altona hinwies.

So schloß sie nicht nur die Tore, die jahrzehntelang offen waren, sondern drohte auch jedem mit der Vernichtung, der die Grenzen ihrer Domäne nicht achtet. Es bleibt abzuwarten, ob diese Worte nur im Zorn oder bitterem Ernst gesprochen wurden.

Und kann der entstandene Graben wieder überwunden werden oder bedeutet dieser Abend den Beginn der Teilung der Stadt?

Remember, remember the 5th of November

The gates of hell are open
The night of the wolf is broken
The signs of madness are shining
The sun of devil is rising
—Grave Digger, Legion Of The Lost

Einladung von Cathryn Piper am 5. November 2010

zu einem angenehmen Abend lud die mir so werte Frau Pfeiffer ein… und was ward aus diesem Abend?

Als wäre diese Stadt nicht schon mit genug Dingen gestraft die dort in der Nacht lauern, als wäre nicht schon genug geschehen, was das sogenannte ‘gesellschaftliche Parkett’ eher einer Schlachtbank gleichen lässt, lockte dieser so unschuldig anmutende Abend die schlimmsten Monster aus den dunkelsten Ecken der Nacht. Über 20 Besucher aus anderen geknechteten Städten fielen über die Perle im Norden her, auf dass die ältesten 3 unter ihnen Gericht halten mögen!

Ein jeder – fast jeder – wurde peinlich befragt. Keiner gedachte derer, die nur sekundär davon zugrunde gehen würden; ein jeder sah sich als gerecht und gut an bei diesen Morden mitzuwirken! Der Abend endete damit, dass Köpfe rollten, bevor die Sonne über den Leibern von Julia Annemarie Eilenberger und Matthias Eisner aufging.

Ich armer Tor, wie kann ich nur in diesen Kreisen bleiben, wenn alles daran getan wird der Monstrosität genüge zu tun und niemand dem guten Herzen folgt?

Gustav Levin
Chronist der letzten Tage

Nur reden will ich Dolche, keine brauchen

Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode!
— William Shakespeare, Hamlet

Einladung des Ulrich Friedrich am 04. September 2010

Ohne Motto lud der Ancilla des Ventrueahnen Sehested, Ulrich Friedrich, die Blutsverwandten Hamburg zum Zusammensein und auch sein Herr folgte der Einladung. Kurz nach seiner Ankunft trafen die Nosferatu ein, in ihrem Gewahrsam: die im Vormonat in Ungnade gefallene und in derselben Nacht vom Fürsten für blutgejagt erklärte ehemalige Senatorin Scarlet.

Ein Gnadengesuch sollte gehört werden und auf Geheiß des Ahnen streckte die bis an die Zähne bewaffnete Scarlet dem Vogt ihre Waffen. Ihr sollte kein Leid zugefügt werden, bis der Prinz zu späterer Stunde wieder das Wort an sie richten würde.

Das Wort konnte nicht vernommen werden: in der Nacht zum 5. September 2010 wurde der Ahn von Attentätern aus dem Verborgenen heimgesucht und … vernichtet? Die „Beweise“ sind widersprüchlich und der Gastgeber behauptet vehement das Gegenteil. Allein, dieser ist irre…