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Someone old, someone new, something borrowed, someone blue

It’s not hell if everybody knows my name…

-Lady Gaga – Edge of Glory

Kurz bevor die Hansestadt von dem ersten Herbststurm des Jahres heimgesucht wurde, ging ein nicht minder schwerer Sturm durch ihre vampirische Gesellschaft. Was lange nur ein Gerücht war wurde wahr. Der Ahnsherr Friedrich Leopold von Stein aus dem Blut der Könige kehrte in seine alte Heimat zurück.

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Diplomatie beginnt dort, wo der Krieg aufhört

“Man sagt, Drakon schrieb seine Gesetze mit Blut. Und als man ihn fragte, warum er den Tod als Strafe für die meisten Vergehen festlegte, antwortete er, so sagt man sich, ihm schienen auch die kleinen Vergehen den Tod zu verdienen und nur weil er keine schärfere Strafe für die größeren Vergehen kenne, sei er nicht bereit etwas zu ändern.” – Plutarch, Solon

 

Ein Fürst tot. Ein weiterer seines Großreiches beraubt. Ein Ahn im Duell gefallen und ein Ancilla seines Amtes enthoben.Man konnte sich ja denken, dass nicht jeder ungeschoren davonkommen würde, wenn die deutschen Fürsten sich zu einem Konzil treffen um über die Vergehen der jeweils anderen zu richten. Der Justikar der Brujah, Karol van der Voort hatte zu diesem Konzil gerufen, damit die deutschen Fürsten nicht von ihm gerichtet werden müssten. Niemand wollte die Aufmerksamkeit dieser Bestie noch mehr auf sich ziehen als unbedingt nötig und so kamen Ende April die Fürsten, ihre Vertreter und Gesandtschaften in großer Zahl aus ganz Deutschland, oder wie die älteren es nannten “die Fürsten des Reiches” in Kyritz zusammen.

Und wie zu erwarten war, gab es nicht wenige Anklagen, die gegeneinander lanciert wurden. Nicht genug, dass der Fürst von Berlin des Konkordatsbruches angeklagt wurde, nein,  es gab Anklagen wegen Fürstenmord und Brüchen beinahe sämtlicher Traditionen. Die Fürsten von Hamburg und Kiel, Sehested und Fangzahn trugen ihren Konflikt auch auf dieses Konzil und verklagten sich gegenseitig, die Domäne gebrochen zu haben. Und auch die Lübecker Vertretung unter dem Ahnsherrn von Stein mischte mit und verklagte die Kieler.

Die Vetretung des Hamburger Fürsten schien aber nicht genug Stimmen eingekauft zu haben, denn immerhin wurde Fangzahn ebenso freigesprochen wie Sehested. Allerdings überlebte Björn Fangzahn das Konzil dennoch nicht, da er in einem Gottesurteil vom Vertreter des Fürsten, Johann von Anckelmann vernichtet wurde. Dieses Gottesurteil focht Anckelmann zwar in Vertretung des Ahnsherrn von Stein, aber der sprach für Lübeck. Und waren die Lübecker nicht Verbündete des Hamburger Fürsten gegen Kiel gewesen? So mancher dürfte sich fragen, wie zufällig die Ereignisse des Konzils wirklich waren.

Mit großer Trauer nahmen die Hamburger Bürger den Tod des Bruders ihres Fürsten, des Vicomte de Gramont auf. Auch er fiel in einem Gottesurteil und wohl keiner dürfte die drei Ventrue beneidet haben, die die traurige Aufgabe hatten, den Fürsten vom Tode seines Bruders zu unterrichten.

Für Schrecken unter den Anwesenden sorgten auch Träume, die offenbar alle Konzilsteilnehmer während des Tagschlafes befielen. Die Traumgestalten sprachen davon, dass man in die großartige Vergangenheit des Blutes zurückkehren sollte, die vor dem Zweiten Weltkrieg in der Gesellschaft der Vampire geherrscht habe. Die Jüngeren fragen sich, wie es damals wirklich war und die Alten denken mit Schrecken an diese Zeit zurück, denn sie wissen wie es damals war…

Uns ist ein Kind geboren!

I am just a vague illusion
I’m a lie you tell yourself that you never truly did believe
I’m a whisper in the dark
I’m a victim, and the killer
I am almost ready now but you insist I don’t exist

Stone Sour – Reborn

Es ist weithin bekannt dass, wenn man der Einladung eines Malkavianers folgt, mit so ziemlich allem zu rechnen ist. Doch wenn dieser Malkavianer auch noch Sisyphos heißt und einlädt um einen “großen Erfolg” in seinen Forschungen zu feiern, ja dann sollte man auf noch viel mehr gefasst sein. Und so war es nicht verwunderlich, dass an jenem Freitagabend nicht nur die Bürger Hamburgs sondern auch Gäste aus anderen Domänen das Parkett der Hansestadt aufsuchten um eben jenem Gastgeber ihre Aufmerksamkeit zu schenken.
Doch vieles verlief anders als wohl geplant. So begrüßte der Gastgeber neben der Harpyie Rogée Coqui, auch einen offensichtlich stark lädierten Herrn Krämer. Dieser führte sogleich an dass er am Tage vor der Einladung von zwei Männern in seiner Zuflucht aufgesucht und beinahe durch Feuer vernichtet wurde. Auch präsentierte er eine Akte der vermeintlichen Jäger. Er mahnte zur Vorsicht und versprach jenem, der ihm diese Menschen brachte einen großen Gefallen.

Und nicht nur auswärtige und verkohlte Gäste wurden an diesem Abend begrüßt. Auch zwei Neuankömmlinge durften die Wirrungen dieses Abends genießen. Die offensichtlich stark irritierte und kindliche Malkavianerin Isabella Fink, sowie der – trotz seines Aussehens – typisch unauffällige Nosferatu Torvaldson. Für beide ein furioser Start in das Hamburger Unleben.

Doch noch viel furioser sollte ein ganz anderer Start an diesem Abend werden. Es schlug knapp die zwölfte Stunde, als der Gastgeber euphorisch das Wort erhob und in den angrenzenden Kampfraum des Elysiums bat. Es ward Zeit für die Enthüllung seiner Forschungsergebnisse. Die Gäste fanden sich ein, wie es die Höflichkeit gebot. Doch wozu hatte der Herr von Wyttenbach dieses arme, menschliche Geschöpf in seiner Obhut? Die Gemüter und die Spannung erreichte ihren Siedepunkt als der Gastgeber erneut das Wort ergriff und mit viel Pathos die Geschichte seiner Linie Prokrustes erzählte. Kaum am Ende angelangt, wendet sich Sisyphos seinem Ghul Michael zu. Fänge durchbohren Fleisch, der Geruch von Blut liegt in der Luft, ein Mensch stirbt und ein Kind erwacht. Hungrig fällt es über die Dame her welche Herr von Wyttenbach ihm zuwirft – und wieder stirbt ein Mensch, nicht zuletzt durch die erlösende Klinge des Ancillae von Browne. Sisyphos heißt sein Kind willkommen.

Ekel, Schock und viele Fragen liegen im Raum. Die Brujah sind gereizt, erneut fließt Blut, einige Gäste verlassen empört den Abend. Auch der Gastgeber, mit seinem neuen Kinde ohne Namen.

Nun, die Überraschung ist geglückt, der Abend wird vielen noch lange im Gedächtnis bleiben. Und eines ist gewiss: Darauf war sicherlich niemand gefasst.

Dance of Decadence

Empty spaces – what are we living for?
Abandoned places – I guess we know the score..
On and on!
Does anybody know what we are looking for?

Another hero – another mindless crime.
Behind the curtain, in the pantomime.
Hold the line!
Does anybody want to take it anymore?
The Show must go on!

Queen – The Show must go on

 

In den Nächten des 24.08. und 25.08. des Jahres 2012 lud Sunnja Libell zu den Pythischen Spielen in die Domäne des Ahnen Arcangelo Corelli. Dort, in einem alten Theater kamen Toreador aus ganz Europa zusammen, um sich miteinander im künstlerischen Wettstreit zu messen.

Anwesend um über die jüngeren zu Richten waren nicht nur der Didaskolos der Nemesis Corelli, sondern auch die Didaskoloi Ocris, Kronharpie aus Frankreich, und Matthies, ihres Zeichens eremitierte Justicarin.

Wie immer wenn viele Blutsauger zusammenkommen ging es nicht immer friedlich zu, und mehrere Vampire mussten ihren Strafen zugeführt werden.

Für alle überraschend kam das Ende der Spiele, an welchem auch die Domäne Rheinsberg aufhörte zu existieren.

Meine Sache

Ich mache einen Ritt
denn ich weiß das Land ist weiter
Ich lass’ sie hinter mir
deine Welt und meine Geister […] (Broilers – Meine Sache)

So ein Powow stelle ich mir anders vor. Die Ältesten beraten und entscheiden, während die Jungen ihre Stärke und ihren Mut unter Beweis stellen. Hier läuft das anders. Die Jungen trinken und prahlen, während die Alten zeigen wie es geht.
Das Wetter schlägt um und alle nehmen an ihrem eigenen Feuer Platz. Kein Herd wird für den anderen erwärmt, keine Ziege für den Gast geschlachtet. Wir folgen unserer Natur.

[…]Meine Sache, mein Problem
ich werd nicht untergehen
Statt der weißen Fahne, werdet ihr
meinen Mittelfinger sehen! […](Broilers – Meine Sache)

Eure Entscheidung. Ihr werdet sterben und ich werde weiter da sein. Doch, Einer sorgt sich. Um die, die sich am wenigsten sorgt. Weder um sich, noch um ihre Kinder. Das ist nicht meine Sache. Wenn der Respekt kommt, dann vielleicht.
Eine ist stark. Zeigt Mut. Sie trägt die Schuld ihres Vaters und die Last ihrer bösen Geister. Eric würde wollen, dass ich ihr eine Hand reiche. Nun denn. Ihre Geister sind auch nicht arglistiger als meine. Meine Geister..

[…]Was ich mit mir trage
kann ich mit niemandem teilen
nicht mit dir…und nicht in diesen Zeilen[…](Broilers – Meine Sache)

Alleine werde ich dort draußen sterben. Es nicht mein Kampf, sollte es nicht sein. Schon wieder. Schon wieder eine Kette, schon wieder der Zorn eines Älteren. Ich werde ein guter Kettenhund sein, vorgeben zu sein. Ich bin Wolf! Und ich wähle mein Rudel. Steh mir nicht im Weg mit deinem Zorn. Es wird mein Rudel sein, ich bin alt genug. Es wird meine Zeit sein, meine Nacht. Und dann werden die Geister weiterziehen.

[…]Ich sehe die Versuchung
hier und überall wo ich gehe
ich muss stark sein
gib mir die Kraft zum widerstehen[…](Broilers – Meine Sache)