Seiten

Archive

Someone old, someone new, something borrowed, someone blue

It’s not hell if everybody knows my name…

-Lady Gaga – Edge of Glory

Kurz bevor die Hansestadt von dem ersten Herbststurm des Jahres heimgesucht wurde, ging ein nicht minder schwerer Sturm durch ihre vampirische Gesellschaft. Was lange nur ein Gerücht war wurde wahr. Der Ahnsherr Friedrich Leopold von Stein aus dem Blut der Könige kehrte in seine alte Heimat zurück.

Ausgerichtet von einem Neonaten seines Geblütes sollte es ein ruhiger Abend werden an dem man den neuen alten Bürger Hamburgs angemessen begrüßen konnte. In seiner Begleitung reiste ebenfalls als wirklich neues Gesicht der Ventrueneonat Ismail Suredin an, der Hamburg schon ein paar mal besucht hatte, aber die Stadt nach dem Eklat um den Sabbathinfiltrator Johannes Reiter konsequent gemieden hatte. Und auch eine Gesandtschaft aus der Domäne Teutoburg hatte sich aufgemacht nach Hamburg, um den Ahnsherrn willkommen zu heißen.

So wurde zu Beginn freundlich parliert, und sich ausgetauscht, aber schon bevor der Ehrengast ankam lag eine angespannte Stimmung über dem Raum, die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Alte Ancillae und neue Ancillae die sich gegenseitig abschätzten und ihre Spiele begannen. Der Spielstein: das verwirrte Kind Noa vom Blut Malkavs. Und so kam es, dass während er eigentlich ganz andere Dinge im Kopf hatte, der frische Ancilla Virgil Ionescu nun vor einem älteren seinen Wert beweisen musste indem er auf das Kind aufpasste. Und mochten einige schon über sein Straucheln jubiliert haben als sich Noa dem Herrn Suredin gegenüber ungebührlich verhielt, so wurden wahrscheinlich alle erwartungen übertroffen, als der junge Malkavianer Suredin nicht nur mit einem Dolch den sich Virgil geliehen hatte angriff, sondern als dieser zu Boden ging auch noch in einem Anfall des Wahnsinns nachsetzte. Erst durch die vereinten Kräfte der Anwesenden gelang es die beiden voneinander zu trennen.

Und auch wenn der Ahnsherr von Stein für das Kind eintrat begannen daraufhin die Haie zu kreisen. Das arme Kind jedoch, von dem was er in einer Vision gesehen hatte vollkommen verstört war für den Rest des Abends kaum mehr ansprechbar.

Und selbst nachdem diese Angelegenheit geklärt war sollte sich die Lage nicht beruhigen. Wiedereinmal war es Suredin der im Zentrum der Aufregung stand, als er einen Gast aus dem Blut der Brujah Angriff, nachdem dieser ihm einen Ring zum Verkauf anbot. Nur dem erneuten Einschreiten des Herrn von Stein war es zu verdanken, dass diese Differenzen nicht weiter ausarteten, und Herr Suredin das geliebte Kleinod wieder sein Eigen nennen konnte.

All dies musste für einen weiteren Neuankömmling, Herrn Schroeder von Haus und Clan ein seltsames Bild präsentieren. Eine Einladung von einem Patrizier, zu Ehren eines Patriziers, und doch wurde weder mit der Gewalt an sich gehalten noch sich von irgendeinem der Hamburger Mühe gegeben ihre Animositäten zu verbergen.

Diesen Beitrag kommentieren

Du must angemeldet sein, um Kommentare abzugeben zu können.