Seiten

Archive

Uns ist ein Kind geboren!

I am just a vague illusion
I’m a lie you tell yourself that you never truly did believe
I’m a whisper in the dark
I’m a victim, and the killer
I am almost ready now but you insist I don’t exist

Stone Sour – Reborn

Es ist weithin bekannt dass, wenn man der Einladung eines Malkavianers folgt, mit so ziemlich allem zu rechnen ist. Doch wenn dieser Malkavianer auch noch Sisyphos heißt und einlädt um einen “großen Erfolg” in seinen Forschungen zu feiern, ja dann sollte man auf noch viel mehr gefasst sein. Und so war es nicht verwunderlich, dass an jenem Freitagabend nicht nur die Bürger Hamburgs sondern auch Gäste aus anderen Domänen das Parkett der Hansestadt aufsuchten um eben jenem Gastgeber ihre Aufmerksamkeit zu schenken.
Doch vieles verlief anders als wohl geplant. So begrüßte der Gastgeber neben der Harpyie Rogée Coqui, auch einen offensichtlich stark lädierten Herrn Krämer. Dieser führte sogleich an dass er am Tage vor der Einladung von zwei Männern in seiner Zuflucht aufgesucht und beinahe durch Feuer vernichtet wurde. Auch präsentierte er eine Akte der vermeintlichen Jäger. Er mahnte zur Vorsicht und versprach jenem, der ihm diese Menschen brachte einen großen Gefallen.

Und nicht nur auswärtige und verkohlte Gäste wurden an diesem Abend begrüßt. Auch zwei Neuankömmlinge durften die Wirrungen dieses Abends genießen. Die offensichtlich stark irritierte und kindliche Malkavianerin Isabella Fink, sowie der – trotz seines Aussehens – typisch unauffällige Nosferatu Torvaldson. Für beide ein furioser Start in das Hamburger Unleben.

Doch noch viel furioser sollte ein ganz anderer Start an diesem Abend werden. Es schlug knapp die zwölfte Stunde, als der Gastgeber euphorisch das Wort erhob und in den angrenzenden Kampfraum des Elysiums bat. Es ward Zeit für die Enthüllung seiner Forschungsergebnisse. Die Gäste fanden sich ein, wie es die Höflichkeit gebot. Doch wozu hatte der Herr von Wyttenbach dieses arme, menschliche Geschöpf in seiner Obhut? Die Gemüter und die Spannung erreichte ihren Siedepunkt als der Gastgeber erneut das Wort ergriff und mit viel Pathos die Geschichte seiner Linie Prokrustes erzählte. Kaum am Ende angelangt, wendet sich Sisyphos seinem Ghul Michael zu. Fänge durchbohren Fleisch, der Geruch von Blut liegt in der Luft, ein Mensch stirbt und ein Kind erwacht. Hungrig fällt es über die Dame her welche Herr von Wyttenbach ihm zuwirft – und wieder stirbt ein Mensch, nicht zuletzt durch die erlösende Klinge des Ancillae von Browne. Sisyphos heißt sein Kind willkommen.

Ekel, Schock und viele Fragen liegen im Raum. Die Brujah sind gereizt, erneut fließt Blut, einige Gäste verlassen empört den Abend. Auch der Gastgeber, mit seinem neuen Kinde ohne Namen.

Nun, die Überraschung ist geglückt, der Abend wird vielen noch lange im Gedächtnis bleiben. Und eines ist gewiss: Darauf war sicherlich niemand gefasst.

Diesen Beitrag kommentieren

Du must angemeldet sein, um Kommentare abzugeben zu können.