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Gedenknacht

Die Nacht ist rauh und einsam,
Die Bäume stehen entlaubt.
Es ruht an meiner Schulter
Dein kummerschweres Haupt.

Der Fuchs trollt durch die Felder,
Wie ferne ist der Feind.
Gleichgültig glänzen die Sterne,
Dein schönes Auge weint.

Du brichst ein dürres Ästlein,
Das ist so knospenleer,
Und reichst mir dann die Hände –
Wir sahen uns nimmermehr.

Detlev von Liliencron – Verbotene Liebe

Einladung der Elisabeth von Orsini-Rosenberg am 11. August 2012 in München

In einer nicht sehr glanzvollen Zeit lud das Ratsmitglied der münchner Ventrue zu einem glamourösen Abend auf die Blutenburg und so kamen die Blutsverwandten aus ganz Bayern in Scharen. Mag es eben die Exklusivität der Veranstaltung, das Motto des Gedenktages der Schlacht bei den Thermopylen oder vielmehr die Attraktion einer Stadt unter Führung eines siebenköpfigen Rates gewesen sein, es kamen auch hochdekorierte Gäste aus Teutoburg, Marburg und der Hansestadt. So gab es nach redlichen und anständigen Bemühungen um die Etikette nur einige Fehltritte, die mehr für Amüsement als Aufregung auf Seiten der Hamburger sorgten. Umso schockierender war dann die Nachricht, der münchner Ventrue von Wartenberg sei attackiert worden und läge in Starre. Es konnte glaubhaft gemacht werden, man kümmere sich rührend um ihn, doch der Ursprung der Verursacher blieb im Dunkeln. Kaum jemand mochte sich so recht trauen, aus dem aufgefundenen Bekennerschreiben Rückschlüsse zu ziehen und mit dem Finger auf bestimmte Leute zu zeigen. Doch schwelt ganz offensichtlich ein Konflikt zwischen den Brujah und den Ventrue, der durchaus geeignet scheint die Stadt ins Unglück zu stürzen, deren Fürst auf unbestimmte Zeit der Gesellschaft fernbleiben wird.
Die Gäste gaben sich alle Mühe, den Glanz des Abends auf der Burg und im Garten unter Sternen mit anregenden Gesprächen und vertrauten Gesten zu retten. Für die Hamburgerinnen Liliental und Schleensee – deren gemeinsame Ankunft wohl für argwöhnisches Getuschel sorgte – war es eine willkommene Abwechslung zu den fast allnächtlichen Auseinandersetzungen in Kiel.
Vom einen Krieg in den anderen könnte man sagen.

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