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Spieglein, Spieglein an der Wand…

Die Grenze ist überschritten. der Spiegel ist zerbrochen. Aber es reflektieren die Scherben.
— E. A. Poe

Einladung von Hannah Wagner/Theodor Specht am 6. November 2009

Am 06.11.2009 erhielt Hannah Wagner unter der Vormundschaft von Theodor Specht, ihrem Mentor, die Möglichkeit, selber eine Einladung auszusprechen. Dieser folgten überraschend viele Domänenmitglieder, bis auf die Nosferatu waren alle Clans vertreten.
Auch ein neues Gesicht betrat die Räumlichkeiten des WuDao, ein gewisser Herr Thornton vom Clan der Gangrel, den es aus dem weiten Amerika in die Hansestadt verschlagen hat.

Neben dem eigenen Spiegelbild konnten sich die Gäste an diesem Abend noch auf eine ganze Reihe weiterer Bilder und Texte als Anstoß zum Nachdenken einlassen. Die Eindrücke schienen die Anwesenden so zum Reflektieren anzuregen, dass der eine oder andere darüber sichtlich verunsichert, sogar verstört erschien. Man hätte fast meinen können, die Domänenmitglieder wollten dem Clan des Mondes alle Ehre machen.

Oder gab es dafür andere Gründe? War es letztendlich eine beeindruckende, ungeplante „Spiegelschau“, die dafür sorgte, dass Einiges zerbrach oder in Frage gestellt wurde?
Hannah Wagner hatte zumindest alle Hände voll zu tun.

Man hätte fast den Eindruck haben können, das Kind habe Besuch von seiner Familie bekommen…

À la carte

‘Who cares for you?’ said Alice, (she had grown to her full size by this time.)
‘You’re nothing but a pack of cards!’
— Lewis Carroll: Alice’s Adventures in Wonderland

Einladung der Prinzregentin Sofie von Liliental am 4. September 2009

Ein ruhiger und größtenteils amüsanter Abend im ehemaligen Elysium, zu dem nur einige Nächte zuvor eingeladen worden war. Die Gäste setzten das Motto mehr oder minder kreativ um, je nachdem in wie weit ihnen die sonderbare Ankündigung das Thema dieses Vollmondabends offenbarte.

Warum sie dieses Motto und als Raumdeko eine Fülle von Post-, Fahr-, Eintritts-, Stadt-, Visiten- und Spielkarten wählte, ließ die Gastgeberin unbeantwortet. Ein Blick in den Spiegel hätte vielleicht genügt…

Auffallend lange sprach die Ancilla mit dem einzigen Kind des Mondes, dessen Sire im März durch das Schwert der Regentin gerichtet wurde. Kein Wunder, dass es Hannah nicht gerade leicht fiel sich zu vergnügen. Oder hatte ihre eisige Miene andere Gründe?

Man amüsierte sich beim Glücksspiel und führte auch ernste Gespräche. Doch im Prinzip war es eine Zusammenkunft, wie sie immer unter Vampiren verläuft: Wer lässt sich in die Karten schauen und wer hat noch ein As im Ärmel?

Unseen Angels

O rede noch einmal, glänzender Engel, denn über meinem Haupte erscheinst du mir als ein geflügelter Bote des Himmels.
— William Shakespeare, Romeo und Julia, 2. Akt

Einladung von Julia Seraphina Meyer am 1. August 2009

Das ehemalige und kürzlich freigesprochene Mündel der Prinzregentin, Julia Meyer, lud am Abend des 1. August nach Langenhorn und überrascht – vielmehr: sorgte – ihre Gäste durch ihre Abwesenheit. Anwesend warend die Prinzregentin Frau von Liliental, die beiden Senatorinnen Frau Kokany und Scarlet, Herr von Trepnitz, die Gangrel Thor, Winter und Yerodin, die Rosenblütigen Frau Piper und Herr Walkstätter, der Nosferatu Rotkäppchen, sowie zwei Neue in der Stadt: Herr Fuchs von Haus und Clan sowie der Brujah Herr Rodney-Smith. Letzterer hatte bereits einige Nächte zuvor schon eine Zufallsbekanntschaft mit einigen Hamburger gemacht und konnte an jenem Abend nun ganz offiziell um das Gastrecht bei der Prinzregentin bitten.

Die Gesellschaft nutzte die laue Sommernacht und hielt sich im Außenbereich auf oder promenierte in der näheren Umgebung, einen Hinweis auf die Zukunft erhaschen wollend. Was bringt wahre Einsicht: stille Meditation oder rationales Kalkül? Träumt man im Koma? Helfen die Geschöpfe der Himmel?

Was mir heilig ist

Moralische Entrüstung ist Eifersucht mit einem Heiligenschein
—H.G. Wells, Die Zeitmaschine

Einladung der Senatorinnen Kokany und Scarlet am 3. Juli 2009

Die Senatorinnen der Domäne hatten für den Abend zum Thema „Was mir heilig ist“ geladen und von ihren Gästen erwartet, einen entsprechenden Beitrag zum Abend mitzubringen. Der Einladung folgten Frau Pfeiffer, Frau Belzalel, sowei die Herren von Trepnitz, Drake, Lex und Herr Walkstätter, letzterer in Begleitung des Yerodin-Mündels Hannah Wagner.

Hinter dem Schutz des gewählten Themas konnten die Anwesenden viel von ihren Ambitionen, Erwartungen und Beweggründen preisgeben. Oder ein völlig falsches Bild projezieren. Selbstverständlich verging ein Abend, bei dem es um essentielle Überzeugungen ging, nicht ohne Konflikte. Ob es vielleicht eben diese Konflikte sind, die allen Vampiren heilig sind?

Erhebungen, Vertiefungen

Betrug: die Triebkraft des Geschäfts, die Seele der Religion,
der Köder der Liebeswerbung und die Grundlage politischer Macht.

—Ambrose Bierce, Des Teufels Wörterbuch

Thronjubiläum in Hamburg am 6. Juni 2009

Am 06.06.09 feierte Carl Jørgen Sehested, Ventrue-Ahn und Prinz von Hamburg, sein erstes Thronjubiläum. Nicht nur die Mitglieder der Hamburger Domäne, auch von außerhalb kam hoher Besuch, unter anderem der gute Freund Sehesteds, Herr Don Marco diVenturini aus Regensburg. Es verwunderte deswegen niemand, dass sich an diesem Abend viele Ventrue um den Tisch der beiden Ahnen scharrten, um sich zu bewähren und sich im Glanz der Herrschenden zu sonnen.

Doch während die Brujah die Gelegenheit nutzten, sich über die in ihren Augen stocklangweiligen Ventrue zu lästern, bildeten sich unter der scheinbar gesitteten und ruhigen Oberfläche zahlreiche Strudel und Strömungen. Doch sie wurden kaum offenbar oder verloren sich: Die Brujah wirkten nervös, tuschelten mehr als sonst, doch agierten ausnahmsweise nicht. Die Nosferatu waren überall und nirgends und doch wirkten sie mit unheimlicher Intensität zielgerichtet, ohne dass jemand ihr Ziel hätte ergründen können. Herr von Deust, ein in Hamburg sicher ungeliebter Gast, stand wie ein Fels in der Brandung vieler Fragen und letztlich konnten ihn nicht einmal die wütenden Schläge des Herrn Specht von den Gangrel erschüttern.

Mit anderen Worten: Es war ein Abend, an dem viel hätte geschehen können und doch geschah offenbar wenig. Zu wenig? Man müsste die Nosferatu fragen und wäre vermutlich überrascht, wie lang ihre Liste von den Geschehnissen des Abends werden würde. Vorausgesetzt, man könnte ihren Preis bezahlen…