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Ein Abend der Rosen

Pythische Spiele am Samstag, den 4. Oktober 2008

(Autor: Alina) Am vierten Oktober des Jahres 2008 lud Frau von Liliental im Namen der Toreador zu den Pythischen Spielen in Hamburg ein. Ein Abend der Kunst sollte es werden, doch bereits vor der ernsten Begrüßung durch den Ahnsherrn der Rosen wurde klar, dass Gesellschaftliches ebenfalls eine Hauptrolle auf der von vielen künstlerischen Beiträgen gezierten Bühne belegen würde – an diesem für den Clan der Rosen so bedeutungsvollen Abend waren Auseinandersetzungen wie eine Art alles umfassendes Kunstwerk um alle Teilnehmer gewebt.
Nach ersten Unruhen, provoziert durch ein schweres Versäumnis der Etikette, erschien plötzlich der Herr Tölpel vom Clan der Verborgenen und stellte sich als Gesamtkunstwerk vor, klagte diejenigen an, die auf den Gräbern seiner Familie tanzen, um kurz darauf den Löffel abzugeben. Man entschied sich allerdings, dieses Gesamtkunstwerk schnell zu vergessen, um sich den anderen zu widmen.

Die zeitloseren Kunstwerke reihten sich aneinander und konkurrierten mit den Darbietungen des Abends um die Aufmerksamkeit des Publikums. Es gab mitreißende Tänze, berauschende Gedichte und das Coming Out einer frischgebackenen Ancilla.
Aber die Kunst hatte harte Kritiker, weswegen es notwendig wurde die Kunstwerke vor Zerstörung zu bewahren. Trotz Wachen, Drohungen und wüster Beschimpfungen, gelang es einem Banausen, Kunstwerke dem Feuer zu übergeben. Dieser erfuhr darauf seinerseits eine grausame Zerstörung, die durchaus Unmut erregte. Ein nicht von Allen gern gesehener Überraschungsgast — eine besonders dornige Rose — sorgte für weitere Aufregung, die sich bis zum Ende der Veranstaltung nicht legen wollte. Böse Worte wurden gewechselt und eine weiße Rose lag später befleckt auf dem Hof. Nach der letzten widerspiegelnden Darbietung zog der Clan der Rosen sich zurück, um Belobigungen zu verteilen. Einige Rosen kehrten stolz, andere eher geknickt wieder. Anschließend zerstreuten sich die Gäste um mit bleibenden Eindrücken heimzukehren.

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