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Nicht verloren, sondern belohnt

Einladung von J. F. von Trepnitz, Ventrue am 6. Juni 2008

Hamburg. Ich sollte also mit Ahnsherr Sehested nach Hamburg, um die Augen offen zu halten, während er der Toreador Neonatin eröffnete, dass ihr Engagement für die Camarilla eine angemessene Belohnung enthält: Ihr würde die Last, mit unzureichenden Fähigkeiten die Bürde des Prinzen zu tragen, genommen werden und sie würde anstelle dessen auf einem angebrachten Posten ihr Hamburg neu aufblühen sehen.

Frau Faust erzählte nun ja schon ein wenig von Hamburg und ich war durchaus gespannt darauf diese… interessante Domäne kennen lernen zu dürfen. Wir kamen recht spät an, sodass es mir leider nicht möglich war, einer gepflegten Speise im Voraus meine Aufmerksamkeit zu schenken… ein Jammer.

Die Domäne präsentierte sich als äußerst wenig strukturiert und vorsichtig. Noch während Herr von Trepnitz mir eine Übersicht über die Lage auf einer kleinen Anhöhe verschaffte, erfüllten Clan Gangrel und ein Caitiff alle Erwartungen und wurden gegeneinander handgreiflich. Während dieses Vorfalls wurde es überaus deutlich, dass es an einer straffen Führung mangelte und unser Erscheinen – wie es für unser Blut üblich ist – absolut rechtzeitig war.

Es ergaben sich noch ein paar interessante und amüsante Situationen, in welchen sich dieser Eindruck festigte, bis Herr Sehested schließlich den Mob versammelte, um ihnen die Kunde zu vollbringen, dass die Camarilla die Stadt Hamburg nicht aufgegeben hat, sondern sie vielmehr mit einem fähigen Herrscher belohnt.

Selbstverständlich wurde dies erst einmal missverstanden, woraufhin sich aufmüpfige Gangrel und Caitiff sowie einige Brujah vom Abend entfernten oder wenigstens ihren niederen Instinkten freien Lauf ließen. Der Rest des Abends lässt sich wohl mit einer Kindergartengruppe vergleichen, welche – nachdem sie schon ihren Mittagsschlaf gestrichen bekam – nun auch verdeutlicht wird, dass es keinen Kakao mehr gibt, während das älteste Mädchen den anderen klarzumachen versucht, dass dies kein Scherz sei und die Geschäfte wirklich geschlossen sind.

Alles in allem war der Abend zwar ungewöhnlich aber nicht überraschend. Doch, liebe Geschwister im Blute, seid Euch gewiss: Bessere Zeiten erwarten Hamburg. Es gibt Hoffnung.

Peer Olav Bellmann,
Kind von Max von Bülow, aus der Linie des Alexander

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