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Adventspunsch

Einladung der Prinzregentin am 6. Dezember 2008 aus der Sicht von Christian Drake

Toll, einfach toll. Ich fand die Idee ja ganz lustig, krank, ja aber eben auch interessant Blut so lange zu erhitzen bis man ein Heißgetränk hat. Da muss man erst mal drauf kommen.

Aber Halt, wo war denn jetzt der Haken? Ach ja, ich durfte den Aufpasser spielen… An sich ja nichts Schlimmes, aber die Gastgeberin war Sofie von Liliental – unsere Prinzregentin – und da ja unser Vogt… Na gut, andere Geschichte. Zurück zur Feier…

In heimeliger, aber doch etwas kühler Atmosphäre lud die Schneekönigin zum Umtrunk. Und alle krochen sie aus ihren Löchern, Ratten, Irre, Raufbolde und die Dekadenz meines eigenen Blutes. Ich hatte also meine Augen offen und oh Wunder: Nichts passierte…nichts außer dass ich langsam wieder einmal an meinem Verstand zweifeln darf, aber gut solange alte Malkavianer da sind ist ja auch Verwirrung nicht weit.

Das Ereignis des Abends: Ein schmieriger Kerl mit noch schmierigerem Stammbaum kommt herein und zeigt noch schlechtere Manieren als ich, während er der Prinzregentin eröffnet, dass seine Verwandtschaft einen ihrer Mitarbeiter samt Mercedes zu den Fischen geschickt hat. Immerhin sah man dadurch die Prinzregentin etwas köcheln, auf mittlerer Flamme gewissermaßen… Na ja aber ein Überschäumen wurde uns nicht geboten.

Und nachdem mich dieser latent abwesende Ghul des scheinbar neu an die Oberfläche gekrochenen Nosferatu mitten in das mir so wohl bekannte Feuerwerk der erniedrigenden Peinlichkeiten katapultierte – ich glaube ja, es war Absicht dass von Liliental keine weiteren Leute abgestellt hat, um Ordnung zu halten und Getränke aufzufüllen… So habe ich jetzt auch noch eine Clansschwester am Hals, die noch dekadenter wirkt als Lorenz „die Flachzange“ Walkstätter.

HALLO? Geht’s noch?

Sieger der Tassenprämierung wurde übrigens Scarlet mit einem Engel (fett und nicht flugfähig) auf scharlachrotem Feld. Was die Gute sich jetzt als Preis gewählt hat (die rindsköpfige Tasse der Prinzregentin oder einen Gefallen oder was auch immer) ist leider nicht bekannt.

Blutmond

31.05.2008

Niemand kann sich sicher sein, was geschah. Was real war und was nur Einbildung.

Nach mehreren Monaten des Kriegszustands mit dem nur schwer fassbaren Sabbat, hatte die Domäne eine Falle vorbereitet, um dem Feind ein Ende zu bereiten. Falsche Spuren waren gelegt worden, ein Haus auf dem Lande wurde in einen tödlichen Hinterhalt verwandelt und alles funktionierte, wie es sich die Camarilla vorgestellt hatte. Im Nachhinein könnte man sagen, dass eigentlich alles so funktioniert hatte.

Aber hatte in den Monaten zuvor der Sabbat nicht alle Erwartungen der Camarilla erfüllt? Hatte er nicht schreckliche Verbrechen angerichtet, die Stadtteile südlich der Elbe in soziale Brennpunkte voller Kriminalität verwandelt und immer wieder die Maskerade ins Wanken gebracht? Wurden nicht auch immer wieder kleine oder größere Erfolge erzielt und sogar ein Führer des Sabbats vernichtet?

Doch warum war der Sabbat so zurückhaltend, wenn er doch so großen Einfluss entfalten konnte?

Die Falle schnappte zu. Die rasenden Vampire des Sabbats starben durch die Waffen und Kunst der Tremere, diejenigen, die überlebten, wurden von der Camarilla niedergemacht unter dem Licht des Blutmondes.

Es hätte ein siegreiches Ende sein können, doch es erwies sich als der tückische Plan der Alicia Ann Barrows, einer alten Malkavianerin des Sabbats, die mit den Gedanken der Camarilla spielte und sie mühelos integrierte in das kranke System ihres Wahnsinns.

Barrows verschwand ungesehen wie sie gekommen war und mit ihr alle Spuren des Sabbats. Die Vampire der Camarilla blieben zurück, nicht sicher, ob sie einen Sieg oder eine Niederlage davongetragen hatten.

Nur in den Kellern und Kanälen der Nosferatu herrschte bleierne Stille, denn hier hatte die alte Wahnsinnige ihren Durst nach Blut und Macht gestillt, während der Blutmond die Nacht erhellte…

Ein Abend der Rosen

Pythische Spiele am Samstag, den 4. Oktober 2008

(Autor: Alina) Am vierten Oktober des Jahres 2008 lud Frau von Liliental im Namen der Toreador zu den Pythischen Spielen in Hamburg ein. Ein Abend der Kunst sollte es werden, doch bereits vor der ernsten Begrüßung durch den Ahnsherrn der Rosen wurde klar, dass Gesellschaftliches ebenfalls eine Hauptrolle auf der von vielen künstlerischen Beiträgen gezierten Bühne belegen würde – an diesem für den Clan der Rosen so bedeutungsvollen Abend waren Auseinandersetzungen wie eine Art alles umfassendes Kunstwerk um alle Teilnehmer gewebt.
Nach ersten Unruhen, provoziert durch ein schweres Versäumnis der Etikette, erschien plötzlich der Herr Tölpel vom Clan der Verborgenen und stellte sich als Gesamtkunstwerk vor, klagte diejenigen an, die auf den Gräbern seiner Familie tanzen, um kurz darauf den Löffel abzugeben. Man entschied sich allerdings, dieses Gesamtkunstwerk schnell zu vergessen, um sich den anderen zu widmen.

Die zeitloseren Kunstwerke reihten sich aneinander und konkurrierten mit den Darbietungen des Abends um die Aufmerksamkeit des Publikums. Es gab mitreißende Tänze, berauschende Gedichte und das Coming Out einer frischgebackenen Ancilla.
Aber die Kunst hatte harte Kritiker, weswegen es notwendig wurde die Kunstwerke vor Zerstörung zu bewahren. Trotz Wachen, Drohungen und wüster Beschimpfungen, gelang es einem Banausen, Kunstwerke dem Feuer zu übergeben. Dieser erfuhr darauf seinerseits eine grausame Zerstörung, die durchaus Unmut erregte. Ein nicht von Allen gern gesehener Überraschungsgast — eine besonders dornige Rose — sorgte für weitere Aufregung, die sich bis zum Ende der Veranstaltung nicht legen wollte. Böse Worte wurden gewechselt und eine weiße Rose lag später befleckt auf dem Hof. Nach der letzten widerspiegelnden Darbietung zog der Clan der Rosen sich zurück, um Belobigungen zu verteilen. Einige Rosen kehrten stolz, andere eher geknickt wieder. Anschließend zerstreuten sich die Gäste um mit bleibenden Eindrücken heimzukehren.

House Party

Einladung von Scarlet am 3. Oktober 2008

Hamburg am Vorabend der Pythischen Spiele: Während sich die Patrizier im Hamburger Elysium treffen, vergnügen sich die Plebejer bei Scarlet. Oder so war es zumindest geplant. Aber der Abend sollte die eine oder andere Überraschung für die Gastgeberin bereithalten. So gaben sich nicht nur die Brujah, Gangrel und Malkavianer Deutschlands die Ehre, sondern auch Ventrue, Toreador und Tremere bereicherten die Festivität.

War die Gesellschaft zu einem großen Teil ruhig und zivilisiert, so blieben doch einige kleinere Probleme nicht aus. Der Einfluss, den der Clan des Mondes auf den Angestellten der Gastgeberin ausübte, sollte nicht unentdeckt bleiben und als Clan Brujah sowie der Clanslose Lex dafür auf die von Plebejern erwartete Weise Sanktionen aussprechen wollten, bekamen sie einen ganz eigenen Eindruck davon, wie Malkavs Blut in seinen Kindern wirkt.

Die unangenehmste Überraschung des Abends brachte der in Berlin blutgejagte Brujah Juri über die Hansestadt. Um der Festsetzung durch einen anderen Berliner zu entgehen, schleuderte er zwei Blendgranaten auf offener Straße. Der Übeltäter entkam vorerst, aber es ist abzusehen, dass diese Tat auch in Hamburg ein Edikt nach sich ziehen wird.

Zu späterer Stunde wurden die Anwesenden von einer neuen Welle Gäste überrascht, die nach dem Ende der Einladung des Herrn Sehested nun auch noch etwas in leichtem Amüsement schwelgen wollten.

Aus der Perspektive der Gastgeberin sicherlich ein gelungener Abend, welcher den Kainiten Deutschlands eine Chance gab, neue Bande zu knüpfen und alte Beziehungen zu erneuern.

Rückkehr zu den Wölfen

Einladung von Lorenz Walkstätter am 6. September 2008.

Traumtänzer, Wertschöpfer und Nachtritter — mit roten Fäden weben wir Muster in die Schleier der Nacht. Ein Muster von Geschichten.

Der vom Gastgeber als Tales Without Sunlight betitelte Soirée war nach längerem Schweigen um den ehemaligen Senator der Toreador zu Hamburg wohl das Comeback in das gesellschaftliche Treiben der nächtlichen Jäger Hamburgs. Ein Kreis von etwa 10 Kainiten gab sich die Ehre und nutzte die Gelegenheit zu Austausch und Geschäft: Frau Kokany und Herr Heinrich von Haus und Clan, die Brujah Scarlet, der Erzeuger des Gastgebers Frau von Liliental, der Gangrel Yerodin, die Kinder des Mondes Herr Schmitt und Frau Julia Meyer, der Clanslose Lex, sowie der Nosferatu Birger Storm. Dazu gesellte sich ein neues Gesicht, ein Toreador namens Dante.

Träumer sinnten über die Pythischen Spiele. Wertschöpfer boten Antworten auf teure Fragen feil. Nachtritter ließen Taten nicht aus. Knoten wurden geflochten: lose Enden verknüpft und bestehende Bande auf ihre Reißfestigkeit geprüft. Eine besondere Rolle schienen hier die beiden Vertreter von Haus und Clan einzunehmen, sorgte doch ein Koffer und eine Dose für einigen Aufruhr.

Am Ende des Abend stand der zufriedene Gastgeber des dunkelroten Nachtclubs, der einen Plan erfüllt sah. Zurück unter Wölfen.