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Willkommen...

... auf der Website der Hamburger Vampire Live Spielgruppe in der Chronik Nods Last Chapter (NLC). Bitte beachte, dass die Inhalte dieser Seiten in aller Regel Offplay-Informationen sind.
Auf dieser Seite findest du detailierte Informationen zu unserer Spielrunde. Wenn du Interesse bekommen hast, mitzuspielen, dann melde dich einfach über die Kontaktseite bei der Spielleitung. Wir freuen uns auf dich.

Le Fin. Oder: Soetwas wie ein Nachruf

Abspann

Jede Geschichte kommt irgendwann zu einem Ende und im Dezember 2015 haben wir uns entschlossen, dass die letzte Seite des Buches „Kalte Asche – Vampire Live in Hamburg“ beschrieben ist. Dieses Buch ist gefüllt mit dramatischen, spannenden und tragischen Geschichten und nicht wenige Handlungsstränge bleiben offen.

Das vergangene Jahr stand unter dem Zeichen sehr geringer Teilnehmer*zahlen auf unseren monatlichen Spielterminen und ist sicher ein Indikator, dass diese Form des geteilten Hobbys an Stellenwert verloren hat. Und das ist ok so!

Wie geht es weiter?

Von den 10 Jahren, die ich in dieser Runde spielte (Präteritum!), bleiben mir ganz großartige Erinnerungen und eine Vielzahl lieber Menschen, die ich über dieses Hobby kennengelernt habe. Das schöne ist: Dieses bleibt bestehen, auch wenn das Buch nun zugeklappt ist.

Fast alle der Mitglieder* der Letzten Stunde™ bleiben dem Liverollenspiel in irgendeiner Weise erhalten – für viele war Vampire Live in der Kalten Asche ohnehin nur eines von vielen Genres, das regelmäßig bespielt wurde und tatsächlich sogar nur eines von zwei oder mehr Settings im Vampire-Kontext. Wer Vampire Live spielen will, hat ausreichend Möglichkeiten, dieses zu tun. Und da man leider nicht beliebig viel Zeit an der Hand hat, bietet der Abschluss der einen Runde auch Gelegenheit, etwas ganz Neues zu probieren.

Ob diese Website als „Denkmal“ weiter betrieben oder irgendwann in ein paar Monaten abgeschaltet wird, wird die Zeit zeigen.

Alles Gute!

Einladung zum Klönschnack

Hallo liebe Mitspielende!

Aufgrund der Veränderungen in der Chronik NLC (Austritte, Neugründungspläne) laden wir euch zu einer Gesprächsrunde vor dem nächsten Spiel am 6. Juni ein. Wir können schon früher in die Location und fangen um 17:30 Uhr an.

Wir möchten die Gelegenheit nutzen, euch die jüngsten Entwicklungen in unserem Spielverbund darzulegen und freuen uns über eure Ideen und Meinungen, wie es weitergehen kann und soll.

Wir haben den Termin kurzerhand vor das Spiel gelegt, damit wir nicht lang nach einem Datum suchen müssen und hoffen, viele von euch können dabei sein. Uns ging es darum, möglichst schnell ein Stimmungsbild zu haben und eure Meinungen zu hören.

Euer SL-Quartett

Someone old, someone new, something borrowed, someone blue

It’s not hell if everybody knows my name…

-Lady Gaga – Edge of Glory

Kurz bevor die Hansestadt von dem ersten Herbststurm des Jahres heimgesucht wurde, ging ein nicht minder schwerer Sturm durch ihre vampirische Gesellschaft. Was lange nur ein Gerücht war wurde wahr. Der Ahnsherr Friedrich Leopold von Stein aus dem Blut der Könige kehrte in seine alte Heimat zurück.

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Diplomatie beginnt dort, wo der Krieg aufhört

“Man sagt, Drakon schrieb seine Gesetze mit Blut. Und als man ihn fragte, warum er den Tod als Strafe für die meisten Vergehen festlegte, antwortete er, so sagt man sich, ihm schienen auch die kleinen Vergehen den Tod zu verdienen und nur weil er keine schärfere Strafe für die größeren Vergehen kenne, sei er nicht bereit etwas zu ändern.” – Plutarch, Solon

 

Ein Fürst tot. Ein weiterer seines Großreiches beraubt. Ein Ahn im Duell gefallen und ein Ancilla seines Amtes enthoben.Man konnte sich ja denken, dass nicht jeder ungeschoren davonkommen würde, wenn die deutschen Fürsten sich zu einem Konzil treffen um über die Vergehen der jeweils anderen zu richten. Der Justikar der Brujah, Karol van der Voort hatte zu diesem Konzil gerufen, damit die deutschen Fürsten nicht von ihm gerichtet werden müssten. Niemand wollte die Aufmerksamkeit dieser Bestie noch mehr auf sich ziehen als unbedingt nötig und so kamen Ende April die Fürsten, ihre Vertreter und Gesandtschaften in großer Zahl aus ganz Deutschland, oder wie die älteren es nannten “die Fürsten des Reiches” in Kyritz zusammen.

Und wie zu erwarten war, gab es nicht wenige Anklagen, die gegeneinander lanciert wurden. Nicht genug, dass der Fürst von Berlin des Konkordatsbruches angeklagt wurde, nein,  es gab Anklagen wegen Fürstenmord und Brüchen beinahe sämtlicher Traditionen. Die Fürsten von Hamburg und Kiel, Sehested und Fangzahn trugen ihren Konflikt auch auf dieses Konzil und verklagten sich gegenseitig, die Domäne gebrochen zu haben. Und auch die Lübecker Vertretung unter dem Ahnsherrn von Stein mischte mit und verklagte die Kieler.

Die Vetretung des Hamburger Fürsten schien aber nicht genug Stimmen eingekauft zu haben, denn immerhin wurde Fangzahn ebenso freigesprochen wie Sehested. Allerdings überlebte Björn Fangzahn das Konzil dennoch nicht, da er in einem Gottesurteil vom Vertreter des Fürsten, Johann von Anckelmann vernichtet wurde. Dieses Gottesurteil focht Anckelmann zwar in Vertretung des Ahnsherrn von Stein, aber der sprach für Lübeck. Und waren die Lübecker nicht Verbündete des Hamburger Fürsten gegen Kiel gewesen? So mancher dürfte sich fragen, wie zufällig die Ereignisse des Konzils wirklich waren.

Mit großer Trauer nahmen die Hamburger Bürger den Tod des Bruders ihres Fürsten, des Vicomte de Gramont auf. Auch er fiel in einem Gottesurteil und wohl keiner dürfte die drei Ventrue beneidet haben, die die traurige Aufgabe hatten, den Fürsten vom Tode seines Bruders zu unterrichten.

Für Schrecken unter den Anwesenden sorgten auch Träume, die offenbar alle Konzilsteilnehmer während des Tagschlafes befielen. Die Traumgestalten sprachen davon, dass man in die großartige Vergangenheit des Blutes zurückkehren sollte, die vor dem Zweiten Weltkrieg in der Gesellschaft der Vampire geherrscht habe. Die Jüngeren fragen sich, wie es damals wirklich war und die Alten denken mit Schrecken an diese Zeit zurück, denn sie wissen wie es damals war…

Uns ist ein Kind geboren!

I am just a vague illusion
I’m a lie you tell yourself that you never truly did believe
I’m a whisper in the dark
I’m a victim, and the killer
I am almost ready now but you insist I don’t exist

Stone Sour – Reborn

Es ist weithin bekannt dass, wenn man der Einladung eines Malkavianers folgt, mit so ziemlich allem zu rechnen ist. Doch wenn dieser Malkavianer auch noch Sisyphos heißt und einlädt um einen “großen Erfolg” in seinen Forschungen zu feiern, ja dann sollte man auf noch viel mehr gefasst sein. Und so war es nicht verwunderlich, dass an jenem Freitagabend nicht nur die Bürger Hamburgs sondern auch Gäste aus anderen Domänen das Parkett der Hansestadt aufsuchten um eben jenem Gastgeber ihre Aufmerksamkeit zu schenken.
Doch vieles verlief anders als wohl geplant. So begrüßte der Gastgeber neben der Harpyie Rogée Coqui, auch einen offensichtlich stark lädierten Herrn Krämer. Dieser führte sogleich an dass er am Tage vor der Einladung von zwei Männern in seiner Zuflucht aufgesucht und beinahe durch Feuer vernichtet wurde. Auch präsentierte er eine Akte der vermeintlichen Jäger. Er mahnte zur Vorsicht und versprach jenem, der ihm diese Menschen brachte einen großen Gefallen.

Und nicht nur auswärtige und verkohlte Gäste wurden an diesem Abend begrüßt. Auch zwei Neuankömmlinge durften die Wirrungen dieses Abends genießen. Die offensichtlich stark irritierte und kindliche Malkavianerin Isabella Fink, sowie der – trotz seines Aussehens – typisch unauffällige Nosferatu Torvaldson. Für beide ein furioser Start in das Hamburger Unleben.

Doch noch viel furioser sollte ein ganz anderer Start an diesem Abend werden. Es schlug knapp die zwölfte Stunde, als der Gastgeber euphorisch das Wort erhob und in den angrenzenden Kampfraum des Elysiums bat. Es ward Zeit für die Enthüllung seiner Forschungsergebnisse. Die Gäste fanden sich ein, wie es die Höflichkeit gebot. Doch wozu hatte der Herr von Wyttenbach dieses arme, menschliche Geschöpf in seiner Obhut? Die Gemüter und die Spannung erreichte ihren Siedepunkt als der Gastgeber erneut das Wort ergriff und mit viel Pathos die Geschichte seiner Linie Prokrustes erzählte. Kaum am Ende angelangt, wendet sich Sisyphos seinem Ghul Michael zu. Fänge durchbohren Fleisch, der Geruch von Blut liegt in der Luft, ein Mensch stirbt und ein Kind erwacht. Hungrig fällt es über die Dame her welche Herr von Wyttenbach ihm zuwirft – und wieder stirbt ein Mensch, nicht zuletzt durch die erlösende Klinge des Ancillae von Browne. Sisyphos heißt sein Kind willkommen.

Ekel, Schock und viele Fragen liegen im Raum. Die Brujah sind gereizt, erneut fließt Blut, einige Gäste verlassen empört den Abend. Auch der Gastgeber, mit seinem neuen Kinde ohne Namen.

Nun, die Überraschung ist geglückt, der Abend wird vielen noch lange im Gedächtnis bleiben. Und eines ist gewiss: Darauf war sicherlich niemand gefasst.